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Eistee
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Eistee, die kühle Erfrischung im Sommer

Nach den langen Wintermonaten und einen verspätenden regnerischen Frühlingsanfang scheint endlich die Sonne. Sie kündigt schon mit warmen Strahlen den Sommer an und bringt uns ins Schwitzen. Wir sehnen uns nach Abkühlung. Sei es das leckere Eis vom Italiener oder einen Sprung in den Badesee – alles was uns erfrischt ist willkommen! Ein weiterer Erfrischungsgenuss bietet ein klassischer Eistee. Das Erfrischungsgetränkt freut sich besonders in den Sommermonaten große Beliebtheit. Leider greifen viele Eistee-Fans zu den günstigen, zuckerhaltigen Eistee aus dem Supermarkt. Dieser ist oft mit Zusätzen, wie Zitronensäure und Konservierungsstoffen durchsetzt. Ganz anders es ist mit einem selbstgemachten Eistee. Das Getränk aus der eigenen Küche ist natürlich frisch und ein köstlicher Durstlöscher. Es gibt unzählige Variationen und Rezepte. Vielen Familien haben bereits ihr persönliches Lieblingsrezept.

Die kurze Geschichte des Eistees

Die Geschichte des Eistees ist nicht so lang, wie eigentlich erwartet wird. Während die Geschichte des Tees vor Jahrtausenden in China beginnt, gibt es den gekühlten Tee erst seit 200 Jahren. Die ersten schriftlichen Belege für eine gezielte Abkühlung des Tees lassen sich auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts datieren. Allerdings erlangte der gekühlte Tee erst seinen Durchbruch im Jahre 1904. Der Engländer Blechynden trug hierfür einen erheblichen Beitrag bei. Er war im selbem Jahr Küchenbeauftragter und auf der damaligen Weltausstellung in St. Louis. Die Aussteller und Besucher litten dort unter einer unglaublichen Hitze. Blechynden sah sich mit dem Problem konfrontiert, wie er bei überhaupt heißen Tee an seine Kunden servieren sollte. Schnell hatte er eine einfache, jedoch revolutionäre Idee. Er ließ den heißen Tee mit Hilfe einer Bleiröhre schnell herunterkühlen. Diesen kalten Tee servierte er als Erfrischungsgetränk unter dem Namen Eistee.

Seine Idee fand nicht nur auf der Weltausstellung Anklang, sondern auch in den heißen Regionen Amerikas. In den folgenden Jahrzehnten verbreitete sich der Tee erst im heißem Süden der USA und anschließend im ganzen Kontinent. Heutzutage ist er weltweit bekannt und wird oft synthetisch hergestellt.

Eistee
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Herstellung und Verarbeitung

Prinzipiell eignet sich jeder Tee für einen erfrischenden Eistee. Für einen klassischen Tee wird ein schwarzer Tee nach Rezept aufgebrüht und schließlich geschockt. Schocken bedeutet, dass der Eistee schnell und gezielt abgekühlt wird. Hierfür wird eine große Menge Eiswürfel benötigt. Der noch dampfende Tee wird durch die Beigabe von Eis schlagartig heruntergekühlt. Wenige Eiswürfel hätten einen negativen Effekt. Der Tee wäre nicht geschockt, sondern langsam gekühlt und nimmt einen bitteren Geschmack an. Das gezielte Schocken verhindert diese Geschmacksentwicklung.

Viele Eisteesorten lassen sich mit verschiedenen Zutaten verfeinern. Eine beliebte Möglichkeit ist die Zugabe von Zitronensaft. Zu diesem Zweck wird eine Zitrone in Scheiben geschnitten und ins Glas gepresst. Die leichte Säurenote verleiht den Eistee den letzten Schliff. Wer es süßer mag, kann in seinen Tee auch Zucker rieseln lasse.

Der klassische ursprüngliche Eistee besteht aus schwarzen Tee, Eiswürfel, Zucker und Zitronenstückchen.

Spritziger Ingwer-Eistee

Glühwein, Tee, Gebäck, Lebkuchen, Curry-Mischungen und natürlich Eistee – Ingwer ist eine vielseitige Gewürzpflanze. Sie schmeckt hervorragend zu sommerlichen Speisen oder zum deftigen Winterschmaus. Woher die tropische Gewürzknolle stammt, ist bis heute unbekannt. Allerdings wird sie seit Jahrtausenden im östlichen Asien angebaut und dient dort ebenfalls als Heilpflanze. Sie findet bereits Erwähnung in altertümlichen chinesischen Schriften und später in mittelalterlichen Kräuterbüchern.
Die Ingwerpflanze ist hauptsächlich durch ihren reich verzweigten Wurzelstock bekannt. Dieser hat eine gelblich-braune Färbung und verströmt einen aromatischen Duft. Der unterirdische Hauptspross wird auch Ingwerwurzelstock oder Ingwer-Rhizom genannt. Die krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 50 bis über 150 Zentimetern besitzt durch die langen Laubblätter ein schilfartiges Aussehen.

Eine der Hauptzutaten für unseren Ingwer-Eistee ist Ingwerwurzelpulver oder ein daumengroßes Ingwerstück.

Weitere Zutaten sind:

  • 2 Zitronen
  • 3 TL Ingwerpulver (oder ein Ingwerstück)
  • 1 Tasse schwarzer Tee (es eignet sich jede Sorte)
  • 1 TL Minze
  • 3 EL Zucker oder Traubenzucker
  • 1 Liter Wasser
  • Eiswürfel

Den Tee nach Packungsbeilage kochen. Bei losen Tee ohne Packungsbeilage ein bis zwei Teelöffel Tee mit einer Tasse heißem Wasser übergießen. Den Tee zwischen drei bis fünf Minuten ziehen lassen. In den fertigen Tee Zucker oder Traubenzucker lösen. Während der Tee abkühlt, werden die anderen Zutaten vorbereitet. Zuerst werden die Zitronen ausgepresst und mit der zerrupften Minze in eine Schüssel vermengt. Anschließend wird das Ingwerpulver hinzugegeben und untergerührt. (Das Ingwerstück wird vorher zerrieben und untergerührt. Besonders hilfreich ist hierfür eine Vierkantreibe oder eine Muskatnussreibe.)

Anschließend die Zutaten mit 250 ml kaltem Wasser vermengen, damit sich die Aromen lösen können. Alles für eine halbe Stunde ziehen lassen und anschließend durch ein Sieb in eine Karaffe geben. Jetzt den Tee hinzugeben und mit 750 ml Wasser aufgießen. Zum Schluss die Eiswürfel ins Getränk geben.

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Erfrischender Kräuter-Eistee

Es eignen sich für einen Kräuter-Eistee natürlich sämtliche Kräuter. Hier ist der eigene Geschmack und die eigenen Vorlieben das wichtigste Entscheidungsinstrument. Der Eistee ist ideal für alle experimentierfreudigen Sommergenießer. Es werden folgende Zutaten für unseren erfrischenden Kräuter-Eistee benötigt:

Im ersten Schritt die Zitronenmelisse und den Thymian waschen und in eine Kanne rupfen. Die zerrupften Blätter mit Rohzucker, Fenchelsamen, Nana Minze, Zitronensaft und Ingwer mischen. Alles mit einem Liter heißem Wasser übergießen und unter mehrmaligen Rühren abkühlen lassen. Den Tee über Nacht (12 Stunden) im Kühlschrank kühlen lassen.

Früchtiger Mango-Eistee

Perfekt für den Sommer ist ein Eistee, der nicht nur durstlöschend, sondern auch erfrischend fruchtig ist. Besonders süßes Obst oder saure Citrusfrüchte schmecken bei hohen Temperaturen im Eistee besonders gut. Für unseren Mango-Eistee werden nur wenig Zutaten und Arbeitszeit benötigt.

Zutaten:

Zuerst die Zitrone schälen und grob zerschneiden. Die Zitronenstückchen mit 300 ml Wasser vermischen und für zwei Minuten kochen lassen. Anschließend den Tee ins Zitronenwasser geben und kurz aufkochen. Den Tee für drei Minuten ziehen lassen und den Honig darin auflösen. Während der Tee abkühlt, die Orange auspressen und die geschälte Mango würfeln. Zum Schluss den Orangensaft, die Mangowürfel und den gehackten Ingwer in den gekühlten Tee geben. Den Eistee mit Eiswürfel servieren und den Sommer genießen.