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Unterschied zwischen Kümmel und Kreuzkümmel

Trotz des relativ identischen Namens, ist der Unterschied Kümmel Kreuzkümmel durchaus erheblich. Beide Gewürze werden zwar der gleichen Familie zugeordnet, unterscheiden sich aber in mehreren Aspekten voneinander. Im Gegenzug bedeutet das nicht, dass die einzige Gemeinsamkeit im fast identischen Namen liegt. Kümmel und Kreuzkümmel haben als Heilpflanze nämlich durchaus Überschneidungen vorzuweisen.

Was ist Kümmel?

Kümmel gilt als eines der ältesten Gewürze und entstammt der Familie der Doldenblütler. Die Fachbezeichnung lautet „“Carum carvi““, Verwendung findet der Kümmel vor allem als Gewürz in der Küche oder als Heilpflanze. In der Küche zeichnet sich Kümmel durch den milden Geschmack seiner Blätter aus, welche oftmals als Teil einer Beilage oder für Suppen genutzt werden. Wer das wünscht, kann die Wurzeln von Kümmel außerdem als Gemüse zubereiten. Ansonsten findet der Kümmel in der Küche vor allem in Gerichten Verwendung, die als schwer verdaulich gelten. Besonders beliebt ist er im europäischen Raum, darunter den Niederlanden und auch Deutschland. Das liegt einerseits an der Verbreitung des Kümmels, aber auch dem eher milden Geschmack, welcher von Europäern als verträglicher empfunden wird. Besonders gern wird er mit Kohl, Suppen, Braten, diversem anderen Fleisch und Brot kombiniert.

Was ist Kreuzkümmel?

Der Unterschied Kümmel Kreuzkümmel liegt in den Feinheiten des Kreuzkümmels. Trotz des „“Kreuz““-Zusatzes im Namen, handelt es sich keinesfalls um eine Abart des eigentlichen Kümmels, sondern einfach um einen parallel verlaufenden Zweig der Familie der Doldenblütler – hier ähneln sich beide Kümmel also. Seinen Namen trägt der Kreuzkümmel deshalb, weil die Blätter eine gekreuzte Form besitzen, während die getrockneten Früchte ein für Kümmel typisches Äußeres besitzen. Seine Ursprünge hat der Kreuzkümmel im orientalischen Raum. Hier lassen sie sich bis zurück ins alte Ägypten beziehungsweise in den syrischen Raum verfolgen. Heute wird der Kreuzkümmel noch immer vorwiegend im Orient und nahen Osten genutzt. Besonders beliebt ist er in Indonesien, China, Iran und Indien. Neben seiner Herkunft sind die Gründe vor allem im starken Eigengeschmack des Kreuzkümmels zu suchen. Dieser ist wesentlich würziger und deftiger als herkömmlicher Kümmel, weshalb er meist alleinstehend genutzt und nicht mit anderen Gewürzen kombiniert wird. Super passt Kreuzkümmel beispielsweise zu Falafel oder zu Chili.

Kurz und knapp: Der Unterschied Kümmel Kreuzkümmel

In der Küche liefern Kümmel und Kreuzkümmel also erhebliche Unterschiede, die sich neben der Herkunft vor allem im Geschmack zeigen. Der eher milde Kümmel ist in Europa besonders beliebt und wird gern zur Ergänzung schwerer verdaulicher Speisen genutzt, während der würzige und deftige Kreuzkümmel eher im Orient und nahen Osten genutzt wird, wo tendenziell wesentlich schärfer und würziger gegessen wird. Ein deutlicher Unterschied Kümmel Kreuzkümmel ist außerdem, dass Kümmel gut mit anderen Gewürzen kombinierbar, Kreuzkümmel aufgrund des deftigen Eigengeschmacks jedoch nicht dafür geeignet ist. Während der Unterschied Kümmel Kreuzkümmel in der Küche sehr prominent ausfällt, ist er bei einer Betrachtung als Heilpflanze quasi nicht vorhanden. Sowohl Kümmel als auch Kreuzkümmel haben einen positiven Effekt auf die Verdauung, wirken effizient gegen Blähungen und regen zudem den Appetit an. Beide Varianten werden außerdem gern in Teesorten weiterverarbeitet und so auch im deutschen Raum konsumiert.