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Salat würzen

« Kleiner Gewürz-Guide für leckere Salatdressings »

Keine Party ohne Salate und als Ouvertüre zum köstlichen Dinner dürfen die vitaminreichen Vorspeisen auch nicht fehlen. Der Star eines jeden Salates ist dabei das Dressing, das diesen Speisen erst richtig Pepp verleiht. Wir geben dir deshalb ein paar interessante Tipps zum Würzen mit leckeren Salatdressings.

Das Dressing sorgt für den nötigen Pepp bei Salaten
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Das Dressing macht den Unterschied – darum lohnt es sich, den Salat zu würzen

Auch wenn die verschiedenen Rohsalate und Gemüsesorten für sich allein genommen bereits fein sind, so richtig lecker wird es erst mit den entsprechenden Gewürzen. Die Kunst, aus den Zutaten ein echtes Dressing zu machen, hat viel mit der Reihenfolge ihrer Zusammenrührung zu tun. Salat Gewürze und vor allem Salz lösen sich nicht in Öl. Stattdessen wir ihr Geschmack praktisch eingekapselt. Es liegt also auf der Hand, erst alle anderen Zutaten wie Essig oder Zitronensaft sowie Gewürze wie Pfeffer und Kräuter gut zu vermengen und dann das Öl in kleinen Mengen unterzuschlagen. So erreichst du eine schöne Bindung und damit eine cremige Konsistenz. Nur dann haftet die Soße gut am Salat und erzeugt ein gutes Mundgefühl.

In der Kürze liegt die Würze

SalatkräuterDamit ist nicht die Länge etwa der Karotten oder der Salatblätter gemeint, auch nicht die Zeit, die Salate beim Waschen im Wasser sind. Vielmehr bezieht sich diese Aussage darauf, wie lange Salatbestandteile in der Soße verbringen. Empfindliche Salate wie Rucola oder Feldsalat sollten wirklich ganz kurz vor dem Servieren erst angemacht werden, weil im Wege der Osmose das Salz den Blättern das Wasser entzieht und sie ganz schnell welk und trocken werden lässt. Knackige Frischkost ist es dann leider nicht mehr.

Deutschlands liebster Salat ist nicht grün

Ja, der Lieblingssalat der Deutschen ist der Kartoffelsalat. Er darf auf keinem Buffet fehlen und auch zum Grillfest ist er kaum wegzudenken. Du kannst ihn ganz vielfältig würzen. Dabei scheiden sich an der Zubereitung noch immer die Geister. So isst man im Norden Deutschlands den Kartoffelsoße gerne mit Mayonnaise, währen im Süden strikt die Meinung vertreten wird, dass diese gar nicht reingehört. Beide Rezepte lohnen sich jedoch und sind wirklich lecker. Warum also nicht beim nächsten Anlass beide ausprobieren?

Die schwäbische Art

  • I kg La Ratte du Touquet
  • 1 Zwiebel klein gewürfelt
  • 1 Tasse heiße Fleischbrühe, ev. mehr
  • ½ TL Kartoffelstärke, falls kein Spätzlewasser für die Brühe da ist
  • 1 EL Salz
  • 1 TL weißer Pfeffer
  • 3 EL Sonnenblumenöl

Kartoffeln für den Salat mit Geduld kochen, pellen und in Scheiben schneiden. Die Kartoffelstärke in die Brühe rühren. Dann die Zwiebeln, Salz und Pfeffer sowie den Essig ebenfalls zum Würzen einrühren. Das alles über die noch warmen Kartoffeln gießen. Zum Schluss fügt man das Öl dazu. Alles vorsichtig mischen und eventuell noch etwas Brühe oder Öl zufügen.

Die Berliner Art

  • 1 kg Kartoffeln der Sorte Celine
  • 1 Zwiebel klein gewürfelt
  • 1 Apfel klein gewürfelt
  • 300 g Delikatessmayonnaise
  • 200 ml Gurkenwasser
  • 4 Essiggurken gewürfelt
  • 2 TL Kümmel, ganz
  • 20 g Salz
  • 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • ½ Bund Petersilie
Kartoffelsalat nach Berliner Art
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Kartoffeln langsam, nicht zu sehr sprudelnd, im Salzwasser mit Kümmel kochen, pellen und abgekühlt in Scheiben schneiden. Mit Salz und Pfeffer den Salat würzen und Apfel, Zwiebeln sowie Gurken zugeben. Das Gurkenwasser mit etwas Wasser verdünnen und mit den anderen Zutaten gut verrühren. Die Mayonnaise untermischen und am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Der Klassiker auf jeder Grillparty: Tomate – Mozzarella mit mediterranen Gewürzen

Caprese war gestern, Tomate – Mozzarella Marinata ist heute. Dazu wird der Käse zerpflückt für etwa 30 Minuten in Olivenöl und Basilikum oder Thymian mit etwas Zitronenabrieb mariniert. Anschließend mit reifen Tomaten und ein wenig weißem Balsamico den Salat würzen und fertig ist die hippe Kreation.

Der Klassiker aus Italien: Tomate-Mozzarella
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Gurkensalat – nichts Besonderes mehr?

Doch! Dieser Gurkensalat ist so ganz anders, als das, was man sonst kennt. So lecker, dass man ihm kaum widerstehen kann und man kann ihn wunderbar vorbereiten.

  • 1 Salatgurke in Scheiben
  • 100 g Zucker
  • 75 ml Essig
  • 75 ml Wasser
  • 2 EL Salz
  • 2 TL Gartenkräuter

Die Gurkenscheiben mit dem Salz mischen und 10 Minuten Wasser ziehen lassen.

Wasser und Essig mischen, den Zucker darin auflösen und mit einer Salzprise würzen. Die Gurken abspülen und mit der Soße in ein großes Schraubglas geben. Für mindestens 1 Stunde kühl stellen. Am besten schmeckt der Salat am nächsten Tag.

Dillspitzen Brennesselblätter

Erlaubt ist, was schmeckt

Manchmal fehlt einem einfach die richtige Idee um den Salat zu würzen und deshalb haben wir uns umgesehen nach einigen leckeren Rezepten für Salatdressings. Da dieses immer nur angerührt wird, beschränken wir uns auf die Nennung von Gewürzen und weiteren Zutaten, die wir in der Reihenfolge, in der sie eingerührt werden, auflisten.

Thymian gerebelt

Senf-Thymian Dressing

  • 2 TL körniger Senf
  • 60 ml Weißweinessig
  • ½ TL Zucker
  • ½ TL Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL Thymian, gerebelt
  • 200 ml Olivenöl

 

Cremiges Kräuterdressing für Blattsalate oder Kartoffeln

  • 1 Becher Naturjoghurt
  • 100 ml Milch
  • ½ TL Zitronenabrieb
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Zucker  zum Würzen nach Geschmack
  • ½ Bund Kräuter für Frankfurter grüne Soße, gehackt zum Unterheben in den Salat
Cremige Dressings sind besonders lecker auf deinem Salat
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Grundrezept für eine Vinaigrette

  • 4 EL Essig nach Geschmack
  • 1 TL Salz, gestrichen
  • Pfeffer aus der Mühle al Gusto
  • ½ TL Zucker
  • 100-120 ml Wasser, je nach Essigsorte
  • 60 ml Öl nach Geschmack
Eine fruchtige Vinaigrette macht jeden Salat zum Highlight
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Dieses Grundrezept lässt sich hervorragend abwandeln. Für ein feines Honig-Senf Dressing einfach zwei Esslöffel Honig und einen Esslöffel Senf einrühren. Mit dem Saft und etwas Abrieb einer Orange sowie 2 TL Aprikosenkonfitüre wird daraus eine Orangen-Vinaigrette, mit der du Blattsalate sehr interessant würzen kannst.

Dressing ist nicht gleich Dressing – sei experimentierfreudig beim Würzen

Lass dich inspirieren und von den Aromen der Kräuter verführen. Salat zu würzen ist ganz einfach. Spiele mit den Zutaten und Geschmackskomponenten wie süß, sauer, scharf, salzig und ein wenig bitter. Je überraschender das Salatdressing mit seinen Gewürzen ist, umso besser ist es und umso mehr werden deine Gäste das Essen genießen.