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Apfelpfannkuchen frisch aus der Pfanne

Wer hat den dicken fetten Pfannekuchen erfunden?

„… und lief kanntapper, kanntapper in den Wald hinein.“ Bereits im Märchen „Vom dicken fetten Pfannekuchen“ von Carl und Theodor Colshorn aus dem Jahre 1854 wollten vielerlei Tiere den köstlichen Pfannekuchen verspeisen. Und das aus gutem Grund: Pfannkuchen und Apfelpfannkuchen sind nicht nur lecker, sondern auch variationsreich und eignen sich sowohl als Partysnack oder Hauptgericht. Es gibt unzählige Rezepte, Arten, Füllungen und Toppings für den beliebten Kuchen aus der Pfanne.

Der Pfannkuchen selbst ist allerdings älter als das Märchen aus Hannover. Leider kann die genaue Geburtsstunde des Pfannkuchens nicht genau bestimmt werden. Wie bei vielen traditionellen Gerichten liegen die Wurzeln zeitlich weit zurück. Außerdem haben diese Gerichte viele Entwicklungen durchgemacht. Sie wurden stetig verändert und verbessert.

Der Begriff „Pfannkuchen“ oder auch nur das Wort Pfanne ist eine kleine Spur bei der Suche nach der Herkunft des Pfannkuchens. Leider führt diese nicht zur einer eindeutigen Antwort. Pfannkuchen wurden nicht nur in der Pfanne zubereitet, sondern auch auf einem heißem Stein. In einigen Regionen wird diese ursprüngliche Form der Zubereitung weiterhin genutzt. Auch der Begriff Pfanne führt zu keinem eindeutigen Ergebnis. Das Wort stammt vermutlich von dem Begriff „panna“ ab. Noch ist nicht eindeutig geklärt, ob panna keltische oder umgangssprachlich-lateinische Wurzel besitzt. Außerdem hat unsere moderne Pfanne kaum Gemeinsamkeiten mit der ursprünglichen Pfanne. Sie ähnelt eher einer Schüssel, die auch für eine Zubereitung im Ofen geeignet ist. Auch noch heute gibt es regionale Pfannkuchen-Rezepte für die Zubereitung im Ofen. Leider erschwert dies die Spurensuche nach der wahre Herkunft enorm und führt zu keinem genauen Ergebnis.

Pfannkuchen einfach lecker backen

Allgemein wird angenommen, dass der Pfannkuchen aus dem mittelalterlichen Europa stammt. Hier finden sich Pfannkuchen-ähnliche-Rezepte, die aus Mehl und Getreidebrei bestehen. Eines der ersten überlieferten Rezepte stammt aus dem 15. Jahrhundert. Ein Pfannkuchen oder Omelett wurde aus Hirsemehl, Eiern, Käse und Zucker zubereitet. Der Teig wurde auf einem heißen Stein goldgelb gebacken und sofort gegessen. Ab diesem Zeitpunkt hat sich der Pfannkuchen in zwei verschiedene Richtungen entwickelt. Die hohe, fluffige Variante und eine dünne Variante zum Rollen. Heutzutage gibt es unzählige Backrezepte und Kochanleitungen für den perfekten Pfannkuchen. Selbst Regional sind mehrere Rezepte zu finden. So gibt es zum Beispiel, Mehl-, Eier oder Kartoffelpfannkuchen.

Grundrezept Pfannkuchen für ungefähr acht flache Pfannkuchen zum Rollen:

  • 150g Mehl
  • Salz
  • 250ml Milch
  • 2 Eier
  • Butterschmalz

Das Mehl mit einer Prise Salz vermengen. Beides in einer Schüssel sieben. Anschließend die Milch langsam unter ständigem Rühren dazugeben bis die Masse glatt ist. Hierfür eignet sich ein Schneebesen am besten. Nun die Eier kräftig unterrühren. Bei der Entstehung von Klumpen den Teig einfach nochmal sieben. Jetzt den Pfannkuchenteig 20 Minuten ruhen lassen.

Die Pfannkuchen in einer beschichteten Pfanne (18cm Ø) backen. Vorher die Pfanne mit Butterschmalz einfetten. Wichtig: Die Pfannkuchen nur bei mittlere Temperatur backen.

Wenn sich der Pfannkuchen von der Unterseite der Pfanne löst, kann er gewendet werden. Bereits fertig gebackene Pfannkuchen auf einem Teller stapeln und zugedeckt warm halten.

Tipps für locker leichte fluffige Pfannkuchen

Pfannkuchen werden durch unterschiedliche Zutaten schön fluffig. Eine gute Methode für einen fluffigen Pfannkuchen ist Mineralwasser. Ein Teil der Milch ganz einfach durch Mineralwasser ersetzen. Sprudelndes Mineralwasser erzielt hier das beste Ergebnis. Auch Backpulver macht Pfannkuchen locker leicht. Dazu wird Mehl mit Backpulver vermengt und in eine Schüssel gesiebt.

Die Pfannkuchen werden besonders fluffig, wenn vorher die Eier getrennt werden. Das Eigelb mit der Milch in den Teig glatt rühren. Das Eiweiß schlagen und anschließend vorsichtig unterheben.

Alle Methoden führen zu einem anderen Ergebnis. Jeder hat seinen persönlichen Favoriten und sein persönliches Lieblingsrezept. Der eigene Geschmack ist das beste Auswahlkriterium.

Omas fruchtige Apfelpfannkuchen

Apfelpfannkuchen schmecken fruchtig frisch und sind genauso einfach in der Zubereitung wie Pfannkuchen. Für ungefähr acht Apfelpfannkuchen werden folgende Zutaten benötigt:

  • 1 Apfel
  • 2 Eier (getrennt)
  • Salz
  • Zucker
  • 125g Mehl
  • ½ TL Backpulver
  • 125 ml Milch
  • 125 ml Mineralwasser
  • 2 TL Zimt und Zucker
  • Butterschmalz

Im ersten Schritt den Apfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke/Scheiben schneiden. Das Mehl mit Backpulver, einer Prise Salz und eine Prise Zucker vermengen. Alles durch ein Sieb in eine Schüssel schütten. Jetzt Milch, Mineralwasser und das Eigelb in die Schüssel geben. Den Teig solange Rühren bis der Teig glatt ist. Nun das Eiweiß schlagen und vorsichtig unter dem Teig heben. Zum Schluss die Apfelstücke in den Teig geben.

Jetzt ist der Teig fertig und die Apfelpfannkuchen sind bereit für die Pfanne. Vorher die Pfanne mit Butterschmalz bestreichen. Den Apfelpfannkuchen wenden, wenn sich die Unterseite von der Pfanne löst. Am besten zum Wenden einen Pfannenwender benutzen. Vor dem Servieren mit Zimt und Zucker bestreuen.

Bereits fertige Apfelpfannkuchen im Backofen bei 60°C warm halten.

Was schmeckt zum Pfannkuchen?

Pfannkuchen können beliebig belegt werden. Egal ob herzhaft oder süß. Der köstliche Kuchen aus der Pfanne eignet sich für alle Geschmacksrichtungen. Der Klassiker ist ein dünner gerollter Pfannkuchen mit Zimt und Zucker. Zu einem Apfelpfannkuchen schmeckt Zimt und Zucker ebenfalls hervorragend. Aber auch Vanillezucker macht eine super Figur zum Apfelpfannkuchen.

Für etwas Karibikfeeling beim Essen empfehlen wir Tonkabohnen. Die kleinen, runzeligen Bohnen können grundsätzlich dort eingesetzt werden, wo normalerweiße Vanille genutzt wird. Sie ist jedoch keine Kopie der Vanille. Tonkabohnen haben einen eigenen süßen Geschmack mit Anklängen an Bittermandel, duftenden Marzipan und zum Teil an Amaretto oder Rum. Die Bohne ganz einfach auf den fertigen Pfannkuchen reiben und genießen.

Neben Zimt und Zucker findet Apfelmus häufig einen Weg auf den Tisch. Dieser verleiht dem Kuchen einen zusätzlichen fruchtigen Geschmack und ist bei Kindern sehr beliebt. Wer es lieber herzhafter mag, kann seinen Kuchen mit Schinken, Speck, Bärlauch, Ziegenkäse und/oder Champignons füllen.

Was heißt Pfannkuchen in Berlin?

Der Berliner Pfannkuchen unterscheidet sich von den oben beschriebenen Rezepten nicht nur in der Form, sondern auch in der Herstellung. Das süße Hefegebäck mit Füllung hat deutschlandweit einen anderen Namen. In Berlin und im Osten trägt er schlicht den Namen Pfannkuchen. Während er in Norddeutschland als Berliner verkauft wird. Bei den Bayern und Schwaben heißen sie wiederum Krapfen.

Seinen Ursprung soll die runde Hefekugel in Berlin haben. Laut einer Legende hat ein Berliner Bäcker im Jahre 1756 den Berliner Pfannkuchen erfunden. Er wollte unter Friedrich den Großen dienen, war allerdings wehruntauglich. Jedoch dürfte er als Bäcker beim Kanonier-Regiment bleiben und backte als Dank die Hefekugeln in einer Fettpfanne über einer offenen Flamme. Diese Form der Zubereitung, die nach der Gründung des Deutschen Reiches in den Kochbüchern zu finden ist, wird bis heute verwendet.