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Was ist Kurkuma – Anwendung und Wirkung

Mythen wie „Wer Kurkuma isst, bekommt weder Krebs noch Alzheimer“ ranken sich um das Gewürz, das viele Speisen verfeinert und für den richtigen Pfiff sorgt. Kurkuma, auch gelber Ingwer oder Gelbwurzel genannt, ist eine Pflanzenart der Ingwerfamilie und wird in Südasien sowie in den Tropen vielfach angebaut. Vom Äußeren ähnelt es einer Ingwerwurzel, das intensive Gelb der Pflanze sorgt aber für eine Färbung der Speisen. Zudem wirkt das Rhizom der Pflanze verdauungsanregend.

Kurkuma Wirkung

Seit Jahrhunderten wird Kurkuma als bedeutendes Arzneimittel in der chinesischen sowie indischen Medizin verwandt, da das aus der Pflanze hergestellte Öl eine entzündungshemmende Wirkung hat. Noch wirksamer als das Öl ist das Kurkumin, das vor allem auch als pharmakologischer Wirkstoff eingesetzt werden kann, da es gegen Entzündungen im Körper äußerst positiv. Klassische Arzneimittel, die starke Nebenwirkungen haben können – wie es z. B. bei einer kontinuierlichen Einnahme von Aspirin, Ibuprofen oder Hydrokortison der Fall ist – werden immer häufiger durch das sogenannte Kurkumin ersetzt, um den Körper nicht noch zusätzlich durch die Nebenwirkungen der Arzneimittel zu schwächen. Durch die antioxidative Wirkung des Kurkumas kann das Öl des Gewürz vor allem bei entzündlichen Erkrankungen zur Unterstützung eingesetzt werden, wie bspw. Arthritis.

Kurkuma Anwendung

Doch nicht nur bei Entzündungen findet Kurkuma in der Medizin großen Anklang. Bei Herzinfarkten und Schlaganfällen kann das Gewürz ebenfalls eine präventive Wirkung entfalten, in dem es die Oxidation von Cholesterin im Körper verhindert. Denn wenn Cholesterin im Körper oxidiert, die Blutgefäße schädigt und eine Arteriosklerose hervorruft, kommt es häufig zu Schlaganfällen und Herzinfarkten. Das im Kurkuma enthaltene Vitamin B6 sowie Vitamin B12 sorgen zusammen mit Folsäure dafür, dass der Homocyteinspiegel nicht zu stark ansteigt um solche Erkrankungen zu verhindern. Schädigungen an den Gefäßwänden, die durch einen zu hohen Homocysteinspiegel hervorgerufen werden können, bleibe unter der Gabe von Kurkuma aus, sodass die bedeutenden Risikofaktoren für Schlaganfälle oder Herzinfarkte deutlich minimiert werden können.

Bei Krankheiten wie Alzheimer kann Kurkuma ebenfalls eingesetzt werden. Wissenschaftliche Studien liefern Beweise dafür, dass Kurkumin die Blut-Hirn-Schranke problemlos durchdringen kann und somit möglicherweise neurodegenerative Erkrankungen in ihrem Fortschritt abflauen lassen kann.

Kurkuma ist zudem bei vielen anderen Erkrankungen aufgrund seiner antioxidativen Wirkungsweisen äußerst sinnvoll einzusetzen. Dazu gehören Erkrankungen der Lungen, bei Atemwegserkrankungen, der der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, bei Darmerkrankungen und sogar bei Lebererkrankungen (wissenschaftlich erwiesen nach einer Studie im Jahr 2007 von Gastroenterologen am Sourasky Medical Center in Tel Aviv) , da Kurkuma insbesondere durch seine antioxidative Wirkung die Leber fördert und ihre Regenerationsprozesse bei Heilprozessen unterstützt.

Die vielfältige Wirkung von Kurkuma bei den verschiedensten Krankheiten ist somit sehr überzeugend. Bestimmt wirst du dich jetzt fragen, wie Kurkuma am besten dem Körper zugeführt werden kann, damit es seine heilfördernde Wirkung bestmöglich entfalten kann. Das gemahlene Gewürz ist fast überall in der Gewürzabteilung erhältlich. Allerdings solltest du dringend darauf achten, das es weder bestrahlt noch mit anderen Zusätzen versetzt ist. Des Weiteren sollest du nur reines Kurkuma verwenden. Auch wenn Curry anteilsmäßig Kurkuma enthält, kann sich die Wirkung des Kurkumins nur bei einem besonders hohen Gehalt des Gewürz entwickeln. Besonders gut kannst du das Gewürz bei Reis- oder Kartoffelgerichten hinzufügen, auch bei Gemüse sorgt es für einen besonderen Geschmack neben den außerordentlichen Eigenschaften. Da es keine erwiesenen Nebenwirkungen bei einem hohen Konsum von Kurkuma gibt, kannst du es ebenfalls als Teezubereitung zu dir nehmen. Da die Wirkung von Kurkuma mit Piperin, einem Wirkstoff von schwarzem Pfeffer, deutlich erhöht ist, kannst du Kurkuma ebenfalls in Kapseln aus einer Kombination von Kurkuma und Piperin aufnehmen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass du an jedem Tag die vom Körper benötigte Menge Kurkuma zu dir nimmst.

Kurkuma und seine Wirkung bei Krebs

Neben der Alzheimer-Prophylaxe sowie der bedeutenden Wirkung bei Gelenkerkrankungen und Entzündungen ist Kurkuma jedoch auch bei Krebs äußerst wirksam. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, kann durch die regelmäßige Gabe von Kurkuma deutlich minimiert werden. Sind schon Tumore im Körper gebildet, so kann Kurkuma nicht nur präventiv die Bildung von Tumoren hemmen, sondern ebenfalls die Tumorneubildung einschränken. Bspw. bei Brustkrebs sorgt Kurkuma dafür, dass die Metastasenbildung verhindert wird und sich der Krebs nicht auf andere Organe ausbreiten kann, wie z. B. der Lunge. Diese Wirkung wurde von einem Forscherteam, die ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Clinical Cancer Research (2005, Ausgabe 11) bestätigt. Im Jahr 2008 wiesen Wissenschaftler der National Yang-Ming University in Taipeh dieselbe metastasenhemmende Wirkung von Kurkuma nach. Diese Wirkung kann dadurch hervorgerufen werden, dass Kurkuma als ein Schalter bei spezifischen Transkriptionsfaktoren wirkt, die alle Gene für eine Tumorneubildung regulieren. Die Transkriptionsfaktoren werden von Kurkuma kurzerhand ausgeschaltet, sodass auf diese Weise das Wachstum der Tumorzellen gestoppt wird. Laut amerikanischen Wissenschaftlern wirkt Kurkuma nicht nur über diesen Weg krebsfeindlich oder zellschützend, sondern es trägt dazu bei, dass die Membranen der Zellen gefestigt und damit ihre Widerstandskraft gegenüber Krankheitserregern, also auch Krebszellen, deutlich ansteigt. Dies geschieht dadurch, dass die Kurkuminmoleküle in die Lipiddoppelschicht der Membranen der Zellen aufgenommen wird. Auf diese Weise werden die Zellmembranen stabilisiert.

Ergänzung vom 25.03.2016

In einer vor Kurzem veröffentlichen Studie mit 1000 Krebspatienten gab Professor Bharat Aggarwal vom MD Anderson Cancer Center in einem Interview gegenüber der honestlyhealthyfood.com interessante Forschungsergebnisse preis. In mehreren Studien konnte er belegen, das die regelmäßige Einnahme von Kurkuma nützlich ist das Wachstum von Krebszellen zu unterdrücken und das Streuen von Tumoren zu mindern. Professor Bharat Agrarwal empfiehlt eine tägliche Verzehrmenge Kurkuma von 4 x 2 Gramm über den Tag verteilt.