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Fenchel ganz – der Liebliche

Zugegeben, in unseren Breitengraden ist Fenchel heutzutage hauptsächlich als Tee bekannt, der bei Magen-Darm-Beschwerden und Erkältungskrankheiten eingesetzt wird. Dabei kann die tolle Knolle noch viel mehr!

Fenchel stammt ursprünglich aus dem östlichen Raum rund um das Mittelmeer, denn hier findet er die idealen Wachstumsbedingungen aus Licht, Wärme und Trockenheit. Inzwischen wird er aber weltweit angebaut, um die hohe Nachfrage zu decken. Die Samen des aromatischen Doldenblütlers werden schon seit Jahrhunderten zum Würzen der verschiedensten Speisen verwendet.

Ein sanfter Begleiter mit vielen Fähigkeiten!

Ganz klassisch werden ganze Fenchelsamen in unseren Breitengraden unbehandelt zur Herstellung von Brot, Marinaden, Soßen und Tee und in der Kombination mit Fisch verwendet. Die Asiaten hingegen geben ihn häufig in gerösteter Form in ihre Gerichte – oft ist er auch in den landestypischen Gewürzmischungen enthalten. Aber auch in Wurst, wie zum Beispiel der italienischen Fenchelsalami,  schmeckt er ganz hervorragend. Die Samen des Fenchels sind leicht süßlich und haben ein anisähnliches Aroma. Damit passen sie sowohl zu Herzhaftem als auch zu Süßspeisen. Der sanfte Geschmack harmoniert außerdem mit nahezu allen anderen Gewürzen. Dabei ist der Fenchel zurückhaltend und unterstreicht die Aromen der anderen Gewürze optimal. Damit er sein volles Aroma abgibt, sollte er kurz vor dem Verzehr mit einem Mörser leicht angestoßen werden.
 
Geschmack in seiner sanftesten Form – mit dem Lieblichen unter den Gewürzen!

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